Flaschen-TÜV
Beim Flaschen-TÜV wird die Tauchflasche auf Sicherheit und Schäden geprüft, damit sie weiterhin befüllt werden darf.
Der sogenannte Flaschen-TÜV ist notwendig, weil Tauchflaschen mit sehr hohem Druck – meist 200 oder 300 bar – befüllt werden. Rost, Feuchtigkeit, Beschädigungen oder Materialermüdung können dazu führen, dass die Flasche dem Druck nicht mehr sicher standhält. Die Prüfung soll verhindern, dass eine beschädigte Flasche weiter befüllt wird oder im schlimmsten Fall platzt.
Bei der Prüfung wird die Tauchflasche in der Regel:
- vollständig entleert und das Ventil demontiert,
- außen auf Rost, Dellen, Risse und andere Beschädigungen geprüft,
- innen auf Korrosion, Feuchtigkeit und Verunreinigungen untersucht,
- je nach Prüftermin gewogen beziehungsweise die Wandstärke beurteilt,
- bei der Festigkeitsprüfung mit Wasser gefüllt und deutlich über den normalen Betriebsdruck hinaus belastet,
- anschließend getrocknet und wieder gekennzeichnet.
Wasser wird für die Druckprüfung verwendet, weil es sich kaum komprimieren lässt und die Prüfung dadurch wesentlich sicherer ist als mit Druckluft. Nach bestandener Prüfung erhält die Flasche eine neue Prüfkennzeichnung.
In Deutschland liegt der übliche Prüfzyklus bei 30 Monaten. Dabei wechseln sich je nach Prüffolge Sicht- beziehungsweise Innenprüfung und Festigkeitsprüfung ab. Ohne gültige Prüfung lehnen seriöse Füllstationen die Befüllung normalerweise ab.
Das Flaschenventil ist nicht automatisch vollständig im Flaschen-TÜV enthalten. Eine Ventilrevision mit Austausch von Dichtungen und Verschleißteilen ist häufig eine separate Serviceleistung.
Termine auf Anfrage / Kosten €99,-